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Zentrum der Frauenkooperative Songtaaba

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Traditionelle Rolle der Frau

Die Frauen in den Dörfern sind nicht nur für den Haushalt, die Kinder und zu einem großen Teil auch für die Versorgung der Familie verantwortlich – sie arbeiten auch in den Feldern, oft mit den Kleinkindern auf dem Rücken. Dabei verdienen sie meist kein eigenes Geld und sind von ihrem Ehemännern abhängig. Durch die Gründung der Frauenkooperative Songtaaba in Gando, wird die Grundlage geschaffen, den Frauen eine wirtschaftliche Zukunft zu bieten.

Die Frauenkooperative Songtaaba

Um Songtaaba zu unterstützen wurde bereits 1999 ein Mikrokreditsystem im Dorf etabliert. Dadurch können sich die Frauen eine bestimmte Summe Geld leihen und damit z. B. Erdnüsse kaufen. Diese können zu Erdnussöl weiter verarbeitet werden und das Öl auf dem Markt verkauft. Die Frauen müssen genau erklären, was sie mit dem Geld vorhaben und warum ihr Vorhaben Erfolg haben wird. Nach sechs Monaten müssen sie das geliehene Geld mit 5 % Zinsen zurückzahlen. Die Zinsen werden teilweise für die Verwaltung der Frauenkooperative verwendet, der restliche Teil fließt zum Gemeinschaftsgeld zurück. Dadurch wächst die finanzielle Basis und kann für weitere Kredite oder den Neuerwerb von z. B. einer Erdnussölpresse benutzt werden. Eine der Frauen ist für die Überwachung und Koordination der Kooperative verantwortlich. Sie verwaltet die Verteilung des Geldes und sammelt die Rückzahlungen ein.

Durch die Frauenkooperative „Songtaaba“ lernen die Frauen selbstständiges Wirtschaften: sie können mit dem eigenen Verdienst sowohl den Kredit und die Zinsen zurückzahlen als auch persönlichen Bedürfnisse ihrer Familie befriedigen. 

 

Zentrum für Erwachsenenbildung 

Das Zentrum soll außerdem zur Erwachsenenbildung und als Begegnungs- und Aufklärungsstätte genutzt werden. Durch Information und Auf­klärung  in den Bereichen Gesund­heit, Ernährung und Landwirtschaft soll die Lebens­qualität der Frauen verbessert, eine wirtschaftliche Existenz aufgebaut und die hohe Analphabeten­rate gesenkt werden.

Eine Lagerräumlichkeit für land- und hauswirtschaftliche Erzeugnisse wird angegliedert. Feldfrüchte können dort fachgerecht gelagert werden. Außerdem sollen in den Räumlichkeiten neue Verarbeitungsmethoden erlernt und angewendet werden: Mangos, Bananen, Maniok und Süßkartoffeln, die in der Saison im Überfluss vorhanden sind, können hier getrocknet und außerhalb der Saison auf dem Markt verkauft werden. Das bringt zusätzliche Einnahmen.

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